Allergien

Folge von Dauerstress

Allergien sind nach aktuellen Erkenntnissen zwar keine direkte Folge von Dauerstress. Die allergiebedingten Beschwerden können allerdings selbst zu einer psychischen und körperlichen Belastung für Betroffene werden. Aktuelle Untersuchungen deuten zudem darauf hin, dass Stress allergische Erkrankungen begünstigen oder gar verstärken kann.

Allergien entstehen durch eine außergewöhnlich starke Reaktion des Immunsystems auf körperfremde, aber eigentlich harmlose Substanzen wie Pollen oder Tierhaare – sogenannte Allergene. Es sieht diese fälschlicherweise als Bedrohung an und bildet daraufhin Antikörper. Beim nächsten Kontakt mit den entsprechenden Allergenen kommt es dann zu allergischen Reaktionen, die sich in ganz unterschiedlichen Symptomen äußern und unter Stress verstärken können.

Einen Zusammenhang sehen die Forscher mit dem Stresshormon Cortisol: In Belastungssituationen wirkt es normalerweise regulierend auf das Immunsystem, indem es eine überschießende Immunantwort verhindert. Bei Allergikern scheint dieser körpereigene Mechanismus nicht zu funktionieren, die Immunabwehr gerät außer Kontrolle, Entzündungen haben freie Bahn.

 

Allergiker sollten daher nicht nur auf Allergene, sondern auch auf mögliche Stressoren achten. Ein Allergie-Stress-Tagebuch kann helfen, psychisch belastende Situationen (Stressauslöser), die die Beschwerden verstärken, zu identifizieren. Hilfreich sind ferner Übungen zum Stressabbau wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung.