Angststörungen

Wenn Stress Angst macht

Angst ist genau wie Stress ein natürlicher Schutzmechanismus des Körpers. Sie erhöht die Wachsamkeit und befähigt den Körper, in Gefahrensituationen entsprechend zu reagieren. Gerät der normale Schutzmechanismus jedoch außer Kontrolle, kann die Angst selbst als Bedrohung empfunden werden und im schlimmsten Fall ein normales Leben unmöglich machen.

Gekennzeichnet sind Angststörungen durch starke und oftmals plötzlich auftretende Ängste bis hin zu unkontrollierbaren Panikattacken. Zu den körperlichen Merkmalen zählen unter anderem Herzrasen, Zittern, Schwindel und Muskelverspannungen, ebenso Konzentrations- und Schlafstörungen.

Die Gründe, warum einige Menschen eher eine Angststörung entwickeln als andere, sind vielfältig. Die persönliche Lebenserfahrung sowie aktuelle belastende Lebensumstände werden von Medizinern diskutiert. Ebenso können weitere Krankheiten sowie biologische und erbliche Faktoren eine Angststörung begünstigen. Klinische Studien haben außerdem gezeigt, dass bestimmte Veränderungen des Stresshormonsystems eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Angststörungen spielen. Ist der Stresspegel über lange Zeit erhöht, weil Phasen der Entspannung fehlen und mobilisierte Energie nicht mehr abgebaut werden kann, ist der Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft. Dies kann zu übersteigerten Angstreaktionen führen, die sich in anhaltender ängstlicher Anspannung oder Panikattacken äußern.

Trotz der zum Teil gravierenden Beschwerden suchen nur wenig Betroffene professionelle Hilfe. Dabei ist fachliche Unterstützung ausgesprochen wichtig, um das seelische Gleichgewicht wieder herzustellen und zu einem gesunden und ausgewogenen Lebensstil zurückzufinden. Therapierbar sind Angstzustände vor allem mit gezielten Stressmanagement- und Verhaltensprogrammen, Entspannungsmethoden und gegebenenfalls begleitender Psychotherapie, die den Zusammenhängen auf den Grund gehen kann.


Neben verschreibungspflichtigen Medikamenten können auch pflanzliche Arzneimittel unterstützen, die akuten Folgen von Belastungssituationen in den Griff zu bekommen. Weitere hilfreiche Informationen finden Sie in der Rubrik "Tipps & Tricks".