Diabetes mellitus

Stress fördert die Insulinresistenz

Neben zahlreichen seelischen und körperlichen Erkrankungen birgt chronischer Stress auch immer das Risiko, einen Typ-2-Diabetes (Diabetes mellitus) zu entwickeln, der durch eine Insulinresistenz gekennzeichnet ist. Grund ist die vermehrte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Dieses führt im Normalfall zu einer sinnvollen Anpassung des Stoffwechsels an die aktuellen Anforderungen, indem es dafür sorgt, dass energiespendende Glukose – also Zucker – in ausreichender Menge im Blut bereitgestellt und mithilfe von Insulin in die Körperzellen abtransportiert wird, denn Stress braucht viel Energie.

Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel aufgrund permanenter Belastung kann dazu führen, dass die Körperzellen nicht mehr auf das Insulin ansprechen (Insulinresistenz). In der Folge meldet der Körper einen gesteigerten Insulinbedarf, die Bauchspeicheldrüse schüttet mehr und mehr Insulin aus, bis sie erschöpft und schließlich die Produktion einstellt. Das Zucker aus dem Blut kann nicht mehr in die Zellen gelangen, die Blutzuckerkonzentration steigt – und mit ihr das Risiko möglicher Folgeschäden. Häufigste Folgeerkrankungen sind Herzinfarkt, Schlaganfall, Netzhautschäden und Nierenschwäche.

Weitere Risikofaktoren, einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, sind vor allem Übergewicht und Bewegungsmangel: Fettgewebe am Bauch schüttet Botenstoffe aus, die eine Insulinresistenz fördern, mangelnde Bewegung verstärkt die Insulinresistenz vor allem bei Muskelzellen.

Ein gesundheitsbewusster Lebensstil kann demzufolge maßgeblich zur Gesunderhaltung beitragen. Dazu zählen ausreichend körperliche Bewegung, eine ausgewogene Ernährung sowie bewusste Pausen, Auszeiten und Schlaf. Verschiedene Entspannungstechniken sind dabei ein guter Weg, mit Stress-Situationen umzugehen.