Magen-Darm-Erkrankungen

Stress schlägt auf den Magen

In Belastungssituationen wird eine große Menge des Stresshormons Cortisol freigesetzt – die Atmung beschleunigt sich, das Herz schlägt schneller und die Muskulatur wird stärker durchblutet. Die Energiereserven, die der Körper für diese Abwehrbereitschaft benötigt, werden unter anderem aus dem Magen-Darm-Trakt abgezogen, der seinerseits viel Blut und Sauerstoff für die Verdauungsprozesse benötigt.

Fehlen diese, stellen die Verdauungsorgane ihre Tätigkeit ein, was zu Magenschmerzen, Verdauungsproblemen, Übelkeit oder Durchfällen führen kann. Wird der Magen-Darm-Trakt aufgrund langanhaltender Stress-Situationen dauerhaft schlecht durchblutet, bildet die Magenschleimhaut weniger Schleim aus, wodurch sie vor Angriffen der Magensäure und anderen schädlichen Einflüssen schlechter geschützt ist. Das Risiko für ernsthafte Krankheiten wie beispielsweise Magengeschwüre steigt.

Ein gesunder Lebensstil sollte daher im Fokus aller gesundheitserhaltenden Maßnahmen stehen. Eine ausgewogene Ernährung hilft nicht nur Menschen, denen Stress "auf den Magen schlägt", sie erhöht generell die Widerstandskraft gegenüber Stress und reduziert die Folgen chronischer Belastungen. Verzichten Sie zudem weitgehend auf Alkohol und Nikotin, auch wenn dies gerade in stressigen Zeiten schwerfallen mag – die vermeintlichen "Seelentröster" schädigen die Magenschleimhaut zusätzlich und begünstigen langfristig die Entstehung von Magenschleimhautentzündung (Gastritis), Leberzirrhose (Schrumpfleber) oder Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Zur Linderung von Beschwerden haben sich außerdem Techniken bewährt, die helfen, Stress abzubauen und Gefühle besser zu verarbeiten. Geeignet sind neben einem regelmäßigen Bewegungsprogramm vor allem Entspannungsmethoden wie Autogenes Training oder Yoga.