Entspannung

Erholung vom Stress

So eigenartig es klingt: Die vermeintlich einfache Übung "Entspannung" gehört zu den schwierigsten überhaupt. Wer stets aktiv und leistungsbereit sein muss, oder glaubt, es sein zu müssen, hat verständlicherweise Mühe, exakt das Gegenteil davon zu tun. So mancher empfindet den Abbau von Stress deshalb auch beinahe als Verlust: Einen Verlust der Kontrolle über sich und die Umwelt. Dabei sind Erholungsphasen für das körperliche und seelische Wohlempfinden unerlässlich.

Bei der Verwirklichung des Prinzips Entspannung kommt es allerdings darauf an, diese nicht als einmalige "Anti-Stress-Maßnahme" zu begreifen, wenn es mal wieder „hoch her" geht. Vielmehr gilt es, Entspannung zu kultivieren – im Zuge einer Lebensführung, die sich einem gesundheitsbewussten Umgang mit sich selbst verschrieben hat. Aktives Nichtstun ist insofern auch als eine Art Ritual zu begreifen, das – ähnlich wie die Körperpflege – seinen festen Platz im täglichen Leben erhalten sollte.

Konzentrieren Sie sich dabei auf Dinge, die Ihnen gut tun. Hören Sie Musik, Lesen Sie ein gutes Buch, machen Sie einen Spaziergang an der frischen Luft oder treffen Sie sich mit Freunden. Aktive Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung und Autogenes Training sind ebenfalls probate Maßnahmen zur besseren Stressbewältigung. Die positiven Effekte sind wissenschaftlich gut erforscht und belegt.

Aber auch hier gilt:
Setzen Sie sich nicht unter Druck. Entspannung lernen braucht Zeit. Ein oft über Jahrzehnte abgespultes Programm lässt sich nicht von heute auf morgen ändern. Auf keinen Fall soll Ihr Bemühen um Stressabbau neue Anspannung aufbauen.