Hilfe aus der Natur

Mit Heilpflanzen natürlich gegen Stress-Symptome

Mutter Natur bietet wirksame Unterstützung in Belastungsphasen. Zur Stärkung des Organismus haben sich vor allem Heilpflanzen aus der Gruppe der sogenannten Adaptogene bewährt. Wissenschaftlich sehr gut erforscht sind beispielsweise Extrakte der Heilpflanze Rhodiola rosea (Rosenwurz).

Pflanzliche Arzneimittel sind sehr gut verträglich
Für die Herstellung von Phytopharmaka werden Pflanzen, Pflanzenteile oder deren Zubereitungen beziehungsweise Extrakte verwendet. Sie haben in der Regel wenige oder gar keine Nebenwirkungen und die meisten Menschen vertragen sie sehr gut. Daher sind sie in vielen Fällen auch für eine Anwendung über einen längeren Zeitraum geeignet.

Rosenwurz (Rhodiola rosea)
Rosenwurz ist in den Hochgebirgen Europas, Zentralasiens und Nordamerikas beheimatet und gehört seit Jahrhunderten zum festen Bestandteil der Medizintradition Skandinaviens. Vor allem in Schweden ist ihr Einsatz verbreitet und bewährt. In Sibirien ist das Dickblattgewächs auch als "Goldene Wurzel" oder "Tundra-Ginseng" bekannt. Der flache Strauch erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 20 cm und trägt fleischige Blätter sowie gelbe und rote Blüten. Die knollige Wurzel wiegt häufig mehrere Kilogramm. Der Name Rosenwurz ist auf eben diesen Wurzelstock zurückzuführen, der frisch geschnitten intensiv nach Rosen duftet. Extrakte aus Rhodiola rosea helfen dem Körper dabei, sich Stress-Situationen anzupassen und lindern akute Stress-Symptome wie Müdigkeit und Erschöpfung.

Adaptogene
Rosenwurz gehört zur Pflanzengruppe der Adaptogene. Dies sind natürliche, biologisch aktive Pflanzenstoffe, die den Organismus dabei unterstützen, sich körperlichen und seelischen Belastungssituationen anzupassen. Geprägt wurde der Begriff "Adaptogen" (abgeleitet vom lateinischen Wort "adaptare": anpassen, verändern) bereits Mitte der 50er-Jahre von dem russischen Wissenschaftler Dr. Nicolai Lazarev.

Die hervorragende Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Rhodiola rosea ist in zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegt. Die positiven Erfahrungswerte werden zudem durch die Monographie der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) untermauert. Aus diesem Grund sind hochwertige Rosenwurz-Präparate als Arzneimittel zugelassen.

Neben dem Arzneimittelstatus ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal die Extraktherkunft. Eine gleichbleibend hohe Qualität kann nur gewährleistet werden, wenn die eingesetzten Pflanzen aus kontrolliertem Anbau stammen. Verwechslungen mit anderen Pflanzen und Verunreinigungen können so ausgeschlossen werden. Der kontrollierte Anbau sichert aber nicht nur einen besonders reinen Extrakt, auch der natürliche Rosenwurz-Bestand wird geschont. Die wertvolle Pflanze ist bedroht und steht aus diesem Grund unter Naturschutz. Wildsammlungen sind also streng limitiert, in einigen Ländern sogar gänzlich verboten.

Wirkprinzip von Rhodiola rosea


Studien1 zeigen, dass die positiven Effekte bereits nach dem ersten Einnahmetag messbar sind. Die volle Wirkkraft entfaltet die Heilpflanze allerdings nach ca. 2 Wochen. Aufgrund der sehr guten Verträglichkeit können Rosenwurz-Extrakte auch über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

1 Shevtsov VA et al. Phytomedicine 2003; 10(2-3): 95-105; Dimpfel W. International Journal of Nutrition and Food Sciences 2014; 3(3): 157-165

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