Die Stress-Spirale durchbrechen

Zurück zur Achtsamkeit

Jeder Mensch durchläuft Phasen in seinem Leben, die er als besonders aufreibend empfindet. Das lässt sich nicht vermeiden und ist Bestandteil des Lebens. Ist die belastende Zeit überstanden, geht der Betroffene im besten Fall gestärkt aus ihr heraus. Doch es gibt auch Phasen, in denen die Strapazen kein Ende zu nehmen scheinen. Eine "Hiobsbotschaft" jagt die nächste, in ohnehin schon stressigen Zeiten kommen weitere Belastungen wie Krankheit, Ärger am Arbeitsplatz oder soziale Konflikte hinzu. Bleiben Phasen der Entspannung aus, kann es passieren, dass wir in die sogenannte Stress-Spirale geraten. Häufig bemerken Betroffene erst, dass sie schon mittendrin sind, wenn ein Ausweg bereits viel Mühe erfordert und damit zusätzlich Energie kostet. Umso wichtiger ist es, auf sich und seine Bedürfnisse zu achten, um Stress und seinen Folgen rechtzeitig entgegenzuwirken.

Erste Anzeichen können dauerhafte Müdigkeit, Erschöpfung und Schlafstörungen sein, denn das Abschalten "auf Knopfdruck" fällt in den wenigen Erholungsphasen meist schwer. Aber auch Spannungskopfschmerzen, Migräne, Magen-Darm-Beschwerden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind mögliche Hinweise. Die individuellen Symptome können vielfältig ausgeprägt sein.

 

Um abschalten zu können und neue Kräfte zu sammeln, ist es notwendig, Entspannung zu finden und zuzulassen. Insbesondere Entspannungsmethoden und Bewegung an der frischen Luft haben sich hier bewährt. Natürliche Hilfe bieten Ihnen zudem pflanzliche Arzneimittel aus der Apotheke. Sie stärken den Organismus und unterstützen den Körper dabei, sich Stress-Situationen anzupassen.

Der Unterschied zwischen Mann und Frau

Jeder Mensch hat eine andere Toleranzgrenze, und verschiedene Faktoren beeinflussen unsere Reaktion auf Stress. Reagiert der eine noch besonnen und gelassen, so reicht bei einem anderen schon eine zusätzliche Kleinigkeit, um "im Chaos zu versinken".

Doch gibt es grundlegende Unterschiede zwischen Mann und Frau? Vielleicht wundern Sie sich über die Reaktion Ihres Partners und ertappen sich bei dem Gedanken, dass Sie mit der Situation ganz anders umgegangen wären?

Wissenschaftler fanden heraus, dass sich der Umgang mit Stress zwischen Mann und Frau wesentlich unterscheidet. Männer versuchen überwiegend, ihre Probleme selbstständig zu lösen, möglicher Frust wird beispielsweise beim Sport abgebaut. Die Wahrnehmung und das Einfühlungsvermögen gegenüber anderen Personen sind unbewusst herabgesenkt. Frauen hingegen reagieren eher entgegengesetzt: Sie werden noch einfühlsamer und beziehen ihre Mitmenschen mit ein. Verantwortlich sind vermutlich hormonelle Prozesse. So steigt die Konzentration des Hormons Oxytocin, auch als "Kuschelhormon" bekannt, bei Frauen unter Anspannung nachweislich stärker an als bei Männern. Zudem empfinden Frauen einen objektiv ähnlichen Stresslevel eher als stärkere Belastung. Das mag darin begründet sein, dass die Neigung zur Besorgnis bei Frauen allgemein stärker ausgeprägt ist.